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Der Schwarze Mann in Auer

Mitte Mai wird eine außergewöhnliche Kunstinstallation mitten in Auer aufgestellt. In einem Container wird ein Film mit verschiedenen Interviews vorgeführt. Das Thema ist aktueller denn je: Der Schwarze Mann.

„Der Schwarze Mann- Spiegelbild kollektiver Schatten“ ist eine dokumentarische Installation von Stefan Fabi und Manfred Bernard.

Die Ausgangslage: In der Umgebung der 2.500 Seelengemeinde Marling, hauste für einige Zeit ein obdachloser Einwanderer. Der Mann wurde zwar, nicht zuletzt durch sein fremdes Erscheinungsbild, von allen wahrgenommen, aber dennoch hatte keiner der Dorfbewohner je wirklich Kontakt mit ihm. Es waren nur wage Annahmen aber keine realen Fakten über ihn bekannt. Er blieb für alle ein Rätsel und ein Bild eigener Projektionen. Er entsprach nicht den gängigen Vorstellungen und dies führte zu leichtem Unbehagen in der Bevölkerung und die Gerüchteküche brodelte,……

Im dokumentarischen Film geht es nicht mehr „nur“ um eine Dokumentation über einen obdachlosen „schwarzhäutigen“ Einwanderer mit möglichst vielen Informationen über seine Herkunft und sein Leben, sondern um die Beobachtung und Darstellung des Prozesses kollektiver Gedankenmuster und Ängste. Der Mann kommt nicht zu Wort. Die Installation bringt die Gedanken, Ängste usw. der Menschen im Dorf zum Ausdruck. Hauptinhalt ist die Art wie er wahrgenommen wurde und ab wann er störend wirkte. Ein Beispielfall wie er ortsunabhängig überall und jederzeit wiederholt wird und werden kann.

Die dokumentarische Dokumentation wird in einem Container an sechs Orten in Südtirol vorgeführt. Vom 12. Mai bis 15. Mai ist dieser Container auch am Hauptplatz in Auer vorzufinden und ist von 13.00 bis 18.00 Uhr täglich geöffnet. Am Montag, 14. Mai findet um 18.00 Uhr auch eine Dialogrunde mit den Künstlern statt. Der Film läuft in einer Dauerschleife. Der Container wird in dieser Zeit von den Filmemachern betreut.

Der Container wurde gewählt, weil der Film eigens für die Installation in einem spartanischen Raum konzipiert wurde. Die Wirkung des Ortes wurde in die dramaturgische Arbeit mit eingeplant.

Das Projekt wird von der Cusanus-Akademie Brixen, Stefan Fabi, Manfred Bernard, dem Amt für Weiterbildung, dem Amt für Film und Medien sowie dem Bildungsausschuss Auer unterstützt.